PostScript (.ps) ist eine Seitenbeschreibungssprache von Adobe, der Vorläufer von PDF. Ein Druckvorstufen- und Archivstandard für wissenschaftliche Publikationen, unterstützt von Tausenden Druckern und RIP-Servern. Ideal für die LaTeX-Pipeline (dvips → ps2pdf) und zum Aufbewahren editierbarer Vektorkarten-Layouts in Langzeitarchiven.
Hauptmerkmale

Über das Format PostScript
PostScript ist eine Seitenbeschreibungssprache, die Adobe Anfang der 1980er-Jahre entwickelt hat; PDF ist genau daraus hervorgegangen. Eine .ps-Datei ist im Grunde ein kleines Programm, das der Interpreter eines Druckers oder RIP-Servers ausführt: Es zeichnet Vektorkonturen, Text und Rastereinbettungen. Level 3 verstehen Büro- und Druckereigeräte bis heute, und das kostenlose Ghostscript öffnet eine solche Datei auf jedem Betriebssystem.
Eine OpenStreetMap-Karte exportiert man nach PostScript, wenn das Ergebnis in eine Druck- oder Archivkette geht: Übergabe an die Druckerei, Auflegen auf den RIP, Aufbewahrung des Layouts als bearbeitbarer Vektor über Jahre. Für die Ansicht am Bildschirm ist das Format unhandlich — üblicherweise wandelt man .ps zunächst mit einem Befehl in ein PDF.
Bei uns entsteht die Datei so: QGIS zeichnet das Blatt vektoriell, die Beschriftungen bleiben Text mit eingebetteten Schriften, und anschließend übersetzt Ghostscript das Ergebnis nach PostScript Level 3 mit der üblichen DSC-Struktur. Das Blatt misst standardmäßig 297×210 mm (A4 im Querformat), Rasterelemente werden mit 300 DPI ausgegeben. Ebenen kennt PostScript formatbedingt nicht: Die Karte kommt als ein durchgehender Strom von Vektorbefehlen.
Programme zum Öffnen von PostScript-Dateien
Die folgenden Programme können PostScript (.ps)-Dateien (.ps) öffnen, bearbeiten und verarbeiten, die aus OSM2CDR exportiert wurden:
Format-Spezifikationen
- Offener Standard
- Nur 2D
- Verlustfrei
- Keine Attribute
- Ausgabe: 1 Datei
- PostScript Level 3. Page-description language for printers; open with Ghostscript or convert to PDF for viewing.
Wer nutzt PostScript-Karten
So exportieren Sie PostScript
Nach dem Export öffnen
- Ghostscript (kostenlos) — Ansicht und Konvertierung zugleich: ps2pdf map.ps map.pdf liefert ein PDF, und der Aufruf von gs mit dem Parameter -r300 rastert das Blatt in der gewünschten Auflösung.
- GSview unter Windows oder Evince unter Linux — .ps direkt öffnen und die Seite ansehen, ohne sie zu konvertieren.
- Adobe Distiller — der reguläre Weg der Druckvorstufe: PostScript hinein, PDF mit Kontrolle über Schriften und Farben heraus.
- Druckerei oder RIP-Server — die Datei wird unverändert übergeben; stimmen Sie Blattformat und Ränder vorab ab, sonst wird die Karte am Rand beschnitten.
- LaTeX — für pdflatex wandeln Sie die Datei per ps2pdf in ein PDF und binden sie ganz normal mit includegraphics ein; in der klassischen Kette latex + dvips nimmt man für Abbildungen meist EPS, das Sie ebenfalls bei uns herunterladen können.
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